29.11.2016

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Projekt „Schmalbart“ – eine Einladung

Dieser Text ruft zur Unterstützung eines Projektes auf. Das Nachrichten- und Meinungsangebot „Breitbart News Network“, das in den U.S.A. wesentlich zu Trumps Wahlerfolg beigetragen hat, hat mit dem Aufbau eines Deutschland-Ablegers begonnen (siehe die Nachweise in den Fußnoten in der Wikipedia). Dessen Start kann in Deutschland einen politischen Erdrutsch auslösen. Daher möchte ich ein Online-Projekt anstoßen, das man wohl als „Breitbart-Watch“ bezeichnen kann. „Schmalbart“ ist ein Arbeitstitel, aber nicht ganz anspielungsfrei gewählt.

1. Breitbart – eine neue Dimension

Leider ist die Grenzziehung zwischen den Formen von (Erz-)Konservatismus in Deutschland, der sich etwa durch sein traditionelles Familienbild und seine religiöse oder „abendländische“ Grundlage definiert und zu einer pluralistischen Demokratie gehört, und den Brauntönen des Rechtsaußen-Spektrums nicht immer eine leichte Übung. (Dabei wäre auch begriffliche Schärfe vonnöten: Faschismus, Nationalismus, Nationalsozialismus, Rechtsextremismus, Neokonservatismus, Identitäre sind nicht dasselbe, und auch Faschismustheorien wiederum gibt es wie Sand am Meer.)

Für das Projekt „Schmalbart“ kommt es aber gar nicht auf diese Unterscheidung an, denn es soll nur Breitbart zum Gegenstand haben. Womit sich Breitbart hervortut, ist gut zu beschreiben, denn es vermischt Methodik und Ideologie zu einer eigenen Melange:

  • auf Boulevard-Mainstream aufsetzend (Vereinfachungen, Skandalisierung, Angstmacherei etc.), UND
  • mit unfairen Mitteln wie Sachverhaltsverdrehungen, Fehlkontexten, mitunter auch Tatsachen-Fälschungen (gern „Fake News“ genannt) arbeitend UND
  • mit einem Schuß Nationalismus und allen Facetten von Menschenfeindlichkeit in unterschiedlicher Dosierung, mehr oder weniger offen: minderheitentreffend, ausländerfeindlich, rassistisch UND
  • unterlegt mit rechtsextremer Ideologie von Sozialdarwinismus, Leben als Kampf, geschichtlicher Notwendigkeit etc., auch gelegentlich flankiert von faschistischer Ästhetik
  • abzielend auf die „Zerstörung der Medienklasse“ als einen Akt der Gegenwehr (der verstorbene Blogger Andrew Breitbart hier https://www.youtube.com/watch?v=aVDWRa7Balc)

Diese Kombination von Turbo-Boulevard mit politischer Agenda und bekannter Marke gibt es in Deutschland bisher nicht. Ich selbst bin zu privaten Forschungszwecken seit einigen Monaten in einer größeren geschlossenen Rechtsaußen-Gruppe auf Facebook und sehe dort viele kleine Websites dieser Art, aber je reichweitenstärker und professioneller die Angebote sind, desto eher scheinen sie den Sound zurückzunehmen, um über den Anschein der Seriosität die Glaubwürdigkeit zu erhöhen. Breitbart ist anders – Breitbart knallt das Unsagbare sozusagen raus. Und das auch noch

  • als täglichen Nachrichtenstrom und
  • mit starker Redaktion und
  • guter Kapitalausstattung.

2. Breitbart – ein angestoßener Stein

Niemand kann die Zukunft vorhersagen. Wie stark Breitbart in Deutschland werden wird, ist also noch nicht klar. Überträgt man U.S.-Reichweiten, könnten es in Deutschland in fünf Jahren durchaus 6 Millionen monatliche Nutzer werden. In den U.S.A. sind in wenigen Jahren starke Verschiebungen im Mediensystem hin zu einer Vielzahl obskurer Quellen entstanden, die von automatisierter Werbeschaltung und Selektion (vorwiegend auf Facebook) noch verstärkt werden. Die Voraussetzungen in Deutschland sind nicht dieselben: öffentlich-rechtliche Medien, politische Landschaft und politisches System, Kapitalkraft der Extremisten und Populisten, kulturelle Bedeutung von Waffenbesitz, teilweise Verpönung von Nationalismus, Zersplitterung des rechten Lagers etc.. Aber man muss vor dem Hintergrund deutscher Geschichte und der aktuellen Rechtsextremismus-Kriminalstatistik mit euphorischen Prognosen eher vorsichtig sein. Hinzukommt, dass Gesellschaften immer komplexer werden – die Möglichkeit des Zusammenbruchs, eine gewisse Fragilität, läuft daher im Hintergrund immer mit. Man muss also darauf gefasst sein, dass Breitbart in Deutschland eine ähnliche Bedeutung wie in U.S.A. gewinnen und einen politischen Erdrutsch auslösen könnte.

Mein persönlicher Eindruck ist, dass es an Zivilcourage in der bürgerlichen Mitte fehlt – und zwar genau deswegen, weil man in der „Mitte“ eine Normalität von Gesellschaft empfindet, ohne ihre Fragilität zu sehen, und man seit Nine-Eleven und der Finanzkrise das ständige Mitlaufen einer Krise spürt und aus Angst lieber wegschaut. Mit anderen Worten: Die Gesellschaft versteht ihr Funktionieren nicht, sie ist sich selbst einfach nur „da“. Das Gefühl von Ohnmacht teilen viele, nicht nur Wähler von Populisten.

Gerade deswegen muß also etwas getan werden. Und es gibt vieles, was man tun kann, zum Beispiel in eine Partei einzutreten, im Kleinen Vorbild zu sein, ein Buch zu schreiben, sich rechtsextremen Gewalttätern in den Weg zu stellen, Minderheiten aktiv zu schützen oder die wirtschaftlichen Verhältnisse zu verbessern. Eine weitere Möglichkeit ist, sich mit Medien von Populisten auseinanderzusetzen. Jeder soll tun, was er kann.

3. Projektskizze „Schmalbart“

Die Idee entstand aus einem spontanen Impuls: Schmalbart beobachtet Breitbart und liefert eine Reflexionsebene. Der erste Gedanke: ein Watchblog, aber wenn man den Zweck herunterbricht, sieht man schnell, dass das nicht funktioniert. Damit das Projekt zum Ziel kommt, hier ein konzeptioneller Rahmen:

  • Zielgruppe: Das Angebot muss sich an ganz normale Bürger richten. Einfache Sprache ist Pflicht, Jargon ist zu vermeiden. Texte müssen so abgeschichtet sein, dass man auch ohne Vertiefung lesen kann. (Spezialkolumnen für ein professionelles Publikum kann man ja trotzdem beimischen: Einordnung von Rechtsextremismus-Experten, politische Theorie, Faktenchecks mit Tiefe).
  • Formate: Die reine Sachebene wird viele Menschen nicht erreichen. Man kann schon mit Repliken, Zitat-Grafiken, Zitat-Synopsen, einem Breitbart-ABC einiges erreichen. Fact-Checking ist schön und gut, vieles muss aber leider „snackable“ sein. Kurz und knapp, wiederverwendbar, viral: vielleicht als Grafikserie in einem eigenständigen Format zur Weiterverbreitung. Ich vermute, dass auch Video eine starke Rolle spielen muss.
  • Tonalität: Ein guter Schmalbart verlässt die trockene Stube der Medienkritik. Er ist humorvoll, intelligent, überraschend und pointenreich. Hierzu sind Formate zu entwickeln.
  • Arroganz-Verbot: Polarisierung erzeugt zwar Reichweite, verstärkt aber eine weitere Spaltung der Gesellschaft. Schmalbart muss sich im Ton zügeln und Herablassung vermeiden: Wer intelligent ist, bezeichnet andere nicht als dumm, weil es zu nichts außer Streit führt. Wer seine Feinde nicht spiegeln will, bezeichnet sie nicht als „Abgehängt“, denn darin kommt das eigene Vornsein zum Ausdruck. Schmalbart muss sachlich bleiben, klar und unmißverständlich in der Wortwahl – ohne Herablassung.
  • Relevanz: Der Inhalt muss nach Relevanz für alle gewichtet sein. Antisemitismus, Legitimisierung sogenannter „Bürgerwehren“, Aufstachelung gegen Minderheiten sind die soziale Bomben, dagegen sind „Blackfacing“-Vorwürfe in unserem Kulturkreis nur ein Knallfrosch, geworfen in einem Oberseminar. Der Verlockung, mit Besserwissen einen Quick Win einzustreichen, ist zu widerstehen. Schmalbart muss im Normalfall genau die Themen behandeln, die bei Breitbart gerade Resonanz erzeugen.
  • Selbstbeschränkung: Selbstverständlich liegen hinter „Breitbart“ politische, wirtschaftliche und soziale Probleme, aus meiner Sicht sogar systemische. Trotzdem muss das Angebot sich in dieser Hinsicht selbst beschränken. Hier kann man mal einen längeres Analysestück schreiben, das sollte aber eigentlich versuchsweise den Massenmedien überlassen bleiben. (Was, wenn nicht das?). Dazu gehört eine gewisse Zurücknahme in der Beschreibung der eigenen politischen Position, auch wenn das nicht ganz einfach ist. Wenn Schmalbart in eine Schublade gesteckt wird, verliert Schmalbart Reichweite.
  • Integrativ: Schmalbart baut keine neue Medienblase, sondern sieht sich als Teil eines Ökosystems. Schmalbart wird daher in einem Newsletter auf fremde Texte hinweisen, und zwar mit großer Dankbarkeit. Schmalbart wird bei anderen Blogs um eine „Schmalbarts Corner“ betteln. Man muss sich zusammentun und entgegen aller Logik von Organisationen versuchen, statt ihres Fortbestandes ihren Zweck zu erreichen. Dazu gehört auch, mit anderen zusammenzuarbeiten: FactWatch, Hoaxmap, Mimikama. Vielleicht wird Schmalbart auch bei der Auszeichnung von Inhalten mitwirken und eigene Tools und Austausch-Standards entwickeln, falls sich jemand als Sponsor findet. Vielleicht finden sich sogar große Medienpartner.
  • Taktisch-aktivistisch: Schmalbart ist nicht „Blog“, sondern wird Form und Formate so wechseln, wie es taktisch erforderlich ist. Schmalbart hat eventuell nicht nur eine Homebase auf Facebook, Schmalbart ist überall. Hier sind Überraschungen möglich. Schmalbart ist nicht einfach „Medienkritik“. Schmalbart versucht, die Akteursstrukturen und ihre Methoden nachzuvollziehen und sollte, die Ressourcen vorausgesetzt, selbst Kampagnen fahren und vergiftende Kommunikationscodes knacken.
  • Online-Konzepte: Vielleicht machen wir Social Media Monitoring, vielleicht aggregieren wir fremde Factwatcher, vielleicht bauen wir Open-Source-Tools, vielleicht bauen wir Interventions-Bots.
  • Semi-Professionell: Ein solches Angebot ist ohne bezahlte (Teilzeit-)Redaktion unmöglich ohne Burnout zu schaffen. (Ich habe als Herausgeber bei Carta  erlebt, wie schwierig der Dauerbetrieb ist.)
  • Schmalbart ist und bleibt unkommerziell und nicht gewinnorientiert.

4. 3-2-1-Action!

Wer macht mit? Wir brauchen:

  • Autoren, die aktiv Breitbart beobachten und mindestens einmal monatlich einen Text liefern.
  • Einen zweiten Kreis von Autoren, die sich auch um Entwicklungs- und Organisationsaufgaben kümmern möchten (nennen wir es „Kernteam“)
  • Eine Person, die sich täglich ein paar Stunden gegen Honorar um redaktionelle Arbeiten kümmert (Lektorat, Zustimmungen einholen, Konflikte eskalieren. Für das erste Jahr Honorar stehe ich gerade, wenn es zu keiner ausreichenden Finanzierung kommt).
  • Einen Helfer, der sich einmalig um Funding kümmert (z.B. eine indiegogo-Aktion aufsetzt)
  • Zwei Leute, die sich Social Media-Management aufteilen.
  • Einen Tekkie, der ein WordPress-Blog warten kann. (Um Konzept, Design, Setup des ersten Blogs kümmere ich mich).
  • Jemand, der Videoformate produzieren kann, wäre grandios.
  • Was für die Glaubwürdigkeit der neuen Marke helfen würde, wäre mindestens ein(e) Schirmherr/frau, die hohe Bekanntheit in der Zielgruppe hat und als Testimonial dient. Vorschläge gern an mich.

Zur Koordination: Wir können leider weder mit öffentlichen Etherpads noch mit Google Docs arbeiten. Ich bitte um Kommentare hier oder eine Mail an schmalbart@gmail.com (das lese erstmal ich) mit Kompetenzfeld und gröbster Beschreibung, was an Einsatz möglich ist. Klar ist aber auch: wir sind ein Hobbyprojekt – niemand wird schief angeguckt, wenn es anders als erwartet kommt. Spontane Twitter-Bereitschaft gab es schon von einigen Leuten, aber denkt lieber noch einen Tag drüber nach 😉

Und jetzt noch die Überraschung: Testbetrieb ab 1. Februar, kleine Flamme, mit dem Übungsobjekt KOPP Online. 😈 

Bitte melden! Update folgt dann nächste Woche hier. Same place, same time.

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112 Komentare zu
“Projekt „Schmalbart“ – eine Einladung”

  1. Lars Reppesgaard sagt:

    Hallo Christoph, da bin ich gerne als Autor und bei Bedarf auch im Kernteam dabei. Lass uns das Haus rocken.

  2. Susann Solberg sagt:

    Sehr gute Idee und das Konzept klingt schlüssig. Ich eigne mich nicht als Autorin oder Fundraiserin, wäre aber gerne bereit, als monatliche Beitragszahlerin zu unterstützen, ohne Mitglieder-Bekuschelungsaktionen zu erwarten. Ebenso würde ich als Beobachterin und ggf kommentierende Bürgerin ‚mitarbeiten‘.

  3. Horst Kläuser sagt:

    Das ist eine gute, überfällige Idee, bei der ich gerne mitmachen werde, als Autor (evtl podscadts). Wichtig erscheint mir vor allem, dass nicht die akademische und ermahnende Haltung eingenommen wird.

  4. Felicitas sagt:

    Lieber Christoph,
    ich würde auch gerne mitmachen. Artikel, insbesondere Redaktion sehr gerne, inhaltliche Weiterentwicklung kann ich und interessiert mich – und die Community natürlich nicht zu vergessen. 😉 Idee und Konzept finde ich super und ich muss sagen – im vergangenen Jahr habe ich genau so etwas gesucht, wo ich mich politisch engagieren kann.

  5. Michael Polikeit sagt:

    Gute Idee, sich endlich zusammenzutun…

    Danke für die tolle Initiative und das, wie ich finde, schlüssige Konzept, Christoph. Ob ich mich als Autor eignen würde, das weiß ich nicht. 😉 Werde aber auf jeden Fall versuchen, mich nützlich zu machen, gerne im redaktionellen Bereich…

  6. K sagt:

    Ich erwarte mindestens einmal in der Woche einen „Böser weißer Mann“-Artikel.

    1. Christoph Kappes sagt:

      Wie das Leben so spielt, haben wir jetzt schon mehr Männer als Frauen unter den Interessenten. Warum nur?

      1. K sagt:

        Weil Frauen mehr mit ihren Eiern beschäftigt sind und Männer mehr mit ihrem Status. Das aktiviert.

        Im übrigen hat das keine Bedeutung. Derlei Artikel werden auch gerne von Männern geschrieben. *Cuck* Augstein *Cuck*.

        Hey, wäre der nicht ein(e) gute(r) Schirmherr/Frau/Dings?

        1. Christoph Kappes sagt:

          Hat es nun Bedeutung oder nicht?

  7. Charles N. sagt:

    Hi, Christoph – schreiben kann ich zwar (noch besser: lästern ;-)) – aber ob ich mich als Autor für „Schmalbart“ – bei der sicherlich illustren (Fach-)Konkurrenz – eigne, weiß ich nicht.
    Was ich gut beherrsche ist „Deutsch“ – ich habe lange Jahre Korrektur gelesen, für einen kleinen Sach-Verlag. Ich weiß, dass dieser Job bei den meisten Verlagen gar nicht mehr besetzt wird – man kann es öfter an den veröffentlichen Texten sehen …
    Na ja – auf jeden Fall nehmt das mal als „LIKE“ für die Idee…!
    Charles

  8. Löchlein Deluxe sagt:

    Leute mit schmalem Bärtchen hatten wir schonmal, müssen wir leider abziehen.

    1. Christoph Kappes sagt:

      Bingo!

  9. Alexander Ardelean sagt:

    Dabei.

  10. Jens Scholz sagt:

    Mind. 1 Artikel/Monat ist zu schaffen. Würde mich also gern beteiligen und mitschreiben.

    1. Jens Scholz sagt:

      P.S.: Und ein bisschen Verbreitung per Podcast und Twitter (zB @bundesamtfvs) bring ich auch mit.

  11. Barbara Lotte sagt:

    Lieber Christoph,

    so ein Projekt war überfällig, hoffentlich ist es noch rechtzeitig. Ich bin zwar al Mitarbeiterin nicht so geeignet aber ich kann den Link zumindest in meinem fb teilen. Ist vermutlich nichts neues, kann aber sicher nicht oft genug getan werden. Und wenn es Möglichkeiten zur Beitragszahlung gibt, dann bin ich auch gern dabei.
    Herzliche Grüße
    Barbara Lotte

  12. Mario sagt:

    Die empfundene Arroganz und Überheblichkeit kommt, soweit ich das sehe, von dem delegitimieren von Meinungen, und nich von dem Gebrauch komplexer Sprache. Das Projekt „Schmalbart“ zu nennen ist, glaube ich, aus diesem Grund schon mal ein Fehlstart.

    Ich bin darauf gespannt zu sehen, wie man mit sog. einfacher Sprache einem Milo Yiannopoulos paroli bieten kann, ohne die Gräben weiter zu vertiefen. Sein Artikel „Trannies are Gay“ ist vielleicht ein guter Anfang, um sich die Herausforderungen vor Augen zu führen.

  13. Überzeugendes Konzept. Gutes Gelingen. Kann mir vorstellen, dass eine Stiftung / ein Stiftungsverein als Träger auch Geld vom Staat erhalten könnte. Werde das unterstützen wo und wie ich kann.

  14. Ziggy sagt:

    Hallo Christoph,

    ich finde deine Idee seht gut diesem Hetzmedium von Anfang an entschlossen entgegenzutreten. Daher würde ich mich gerne als Autor einbringen.

  15. Stefan Fries sagt:

    Gute Sache. Wenn ich die Idee noch ein wenig erweitern darf: Anstatt an den Symptomen herumzudoktern, sollte man vielleicht noch näher an eine der Ursachen gehen: mangelnde Medienkompetenz. Natürlich wird es immer Leute geben, denen Fakten egal sind, wenn sie auf dieser Grundlage ihre eigene Agenda verfolgen können. Aber diejenigen, die angesprochen werden, verfügen oft nicht mal über die Fähigkeit, Quellen einzuschätzen, Zusammenhänge herzustellen, kritische Distanz einzunehmen. Wenn wir dagegen etwas tun könnten, könnte der Zulauf zu solchen Seiten schon begrenzt werden.

    1. Christoph Kappes sagt:

      Ja, ich hoffe, dass wir zur medienkompetenz beitragen können, auch wenn es fast an eine Utopie grenzt, mit Medien Medienkompetenz herzustellen. (Womit ich sagen will: wir versuchen es. Tatsächlich liegt die Ursache woanders und es gibt auch genug wissenschaftliche Studien, wonach die Medienkompetenz durch Internet weder besser noch schlechter wird.)

      1. Stefan Fries sagt:

        Ich mache auch nicht das Internet dafür verantwortlich, es macht diesen Mangel nur offensichtlich. Ich glaube auch, dass man für so was schon in der Schule ansetzen muss. Aber damit würde man ja einen Großteil der heutigen sogenannten Medienkritiker und Medienskeptiker nicht mehr erreichen. Wer soll es sonst machen, wenn nicht wir selbst?

  16. Andreas sagt:

    Hi Christoph, na das geht ja runter wie Öl.
    Täglich muss ich mich in Krämpfen winden wenn ich die breitbart.com (oder andere Auswüchse von selbsternannten Pathos-Patrioten wie pi-news) lese ich mich frage wie man diesen unsäglichen Mist der dort zum Besten geben wird, glauben und nacheifern kann.
    Ich würde mich gerne in das Projekt mit meinen Mitteln, Fähigkeiten und Zeit einbringen….

  17. Mondsimulation sagt:

    Ahoi,
    ich würdemich euch sehr gern als Lektorin und im Bereich Social Media anschließen. Aber die Einsatzgebiete sind nicht darauf begrenzt. Bin gespannt und freu mich auf weitere Infos. 🙂
    Viele Grüße
    Mare Stern
    (Soziologin & freie Texterin)

  18. Thomas Müller sagt:

    Spannendes Projekt. Etwas ähnliches habe ich BildBlog mal bezüglich allen rechtsaußen-VT-Seiten wie kopp, schall-und-rauch, compact etc. vorgeschlagen, also eine Art WatchDog/Lügendetektor, aber leider keine Antwort erhalten. Ich könnte mir gut vorstellen, dazu auch Artikel zu verfassen.

  19. Lieber Christoph,
    ein tolles Vorhaben !!!
    Obwohl mir mittlerweile schon länger Zeit für Regeneration fehlt, werde ich mich mit Vergnügen an der Bekanntmachung Deines bemerkenswerten Projekts und seiner Entwicklung bei XING, Linkedin, Twitter, Google+ und Facebook beteiligen. Und ich biete Dir an, als Gastautor auf meinem Blog zu schreiben. Diese Beiträge gehen auch in die sozialen Netzwerke.
    Herzliche Grüße
    Evelyn

  20. Tibor sagt:

    Hallo,

    bin gerne im Kernteam und für die WordPress-Wartung dabei.
    Bei Social Media gegebenenfalls auch, da muss ich aber meinen eigenen Zeitbedarf abwarten.

    Beste Grüße

    Tibor

  21. Kann ne Sex- und Kochkolumne schreiben. Klassisches Frauenbild halt.

    1. Christoph Kappes sagt:

      Ich weiss schon eine Rolle für Dich – und Du weisst sie auch 😉

  22. Ana sagt:

    Leute, dieses Projekt wird kläglich scheitern, zuvor aber Breitbart in Deutschland als Steigbügelhalter gute Dienste leisten (ist ja viel lustiger, wenn die intellektuelle Elite so intensiv darauf reagiert). Schaut Euch nur mal die Projektskizze an – alles absolut richtig und kaum realisierbar. Und selbst wenn, wird die eigentliche Zielgruppe nicht erreicht, entweder weil sie es nicht liest/konsumiert oder für Argumente, die nicht der eigenen Meinung entsprechen, unempfänglich ist. Meiner Ansicht nach ist das Problem nur zu lösen, wenn die Politik sich nicht mehr nur mit sich selbst beschäftigt, sondern sich mit den Ängsten und Nöten der Bevölkerung auseinandersetzt. P.S.: Im Übrigen warte ich nur darauf, dass BILD und Kai Diekmann sich als Kämpfer gegen Breitbart positionieren – dann wir es definitiv absurd!

    1. Onkel Hotte sagt:

      Das mag ja stimmen, aber was wäre denn (d)eine Alternative ?
      Nichts tun und auf die Politik warten tun wir doch schon viel zu lange, mit bekanntem Ergebnis. Ich würde auch nicht davon ausgehen das aus der Ecke was kommen wird, es sei denn die AfD wird stärkste Kraft, wovor Gott uns behüten möge o_0
      Und ja, Diekman und seine BILD-thugs werden schon aus ihren Löchern gekrochen kommen und sich als Hüter des Abendlandes generieren.
      (Ja, keine Herablassung, aber bei BILD & Co sollte eine Ausnahme exisiteren 😉

    2. drikkes sagt:

      Da ist einiges Wahres dran, Ana. Aber ich denke mal, das Projekt tritt auch nicht als allein seligmachende Erlösung an, sondern kann natürlich ein Stein im großen Mosaik gegen die rechte Mobilmachung sein. Und auch wenn es kaum einen Nazi zum Gesinnungswechsel bringen wird, so kann es doch zur Sammlung linker Kräfte taugen.
      Aber es stimmt schon, wenn sich die Politik nicht ändert, dann werden solcherlei Bemühungen letztendlich vergeblich bleiben. Gute Worte sind eben nicht mehr als das.

  23. Frank Behrens sagt:

    Ich könnte mir vorstellen, mich inhaltlich einzubringen. Gute Sache, beziehungsreicher Arbeitstitel.

  24. Lama Al Paqqa sagt:

    Vielleicht wäre ja „nüchternohnebart“ der bessere Titel nicht? Weil etwas präziser

    1. Christoph Kappes sagt:

      RASIERT

      1. Michael Polikeit sagt:

        Auch nicht schlecht… 🙂

      2. StreitbarT oder etwas mit Rasieren fände ich charmant.
        Hat eigentlich schon mal jemand mit dem Inhaber der de-Domain gesprochen?
        Der verkauft hoffentlich nicht.
        ∎∎∎∎∎∎∎∎∎∎∎∎∎∎∎∎∎∎∎∎∎∎∎∎∎∎∎∎∎∎∎∎∎∎∎∎∎∎∎∎∎∎∎∎∎∎
        ***** Adresse des Domaininhabers gelöscht, CK ****
        ∎∎∎∎∎∎∎∎∎∎∎∎∎∎∎∎∎∎∎∎∎∎∎∎∎∎∎∎∎∎∎∎∎∎∎∎∎∎∎∎∎∎∎∎∎∎

  25. Aleks sagt:

    „Breitbart knallt das Unsagbare sozusagen raus.“

    Glaube ich nicht. Das, was Breitbart heraushaut, steht zum Beispiel in Grossbritannien jeden Tag in der Boulevardpresse. Breitbart nimmt sich ebenfalls im Ton zurueck und vermeidet die wirklich harten Inhalte – die stehen weiterhin anderswo. Die Staerke von Breitbart liegt glaube ich eher im Storytelling und in der Schnelligkeit. Und im Trolling. Das ist nicht so einfach zu kontern.

    Ansonsten dabei.

    1. Christoph Kappes sagt:

      Ja, da bin ich selbst auf meine eigene Skandalisierung hereingefallen. Die Botschaften sind überwiegend gut in Alltagssprache gekleidet. Man muss das deuten, ausinterpretieren. Zugegeben.

      1. Ana sagt:

        Womit man wohl inhaltlich rechnen müsste, zeigt politikversagen.net sehr gut. Die schreiben nicht mal selbst, sondern aggregieren einfach die ins rechte Weltbild passenden Beiträge aus „unverdächtigen“ deutschen Medien: muss von Breitbart nur noch medial aufgearbeitet werden!

        1. Christoph Kappes sagt:

          Danke für den Hinweis, kannte ich nicht.

  26. ebertus sagt:

    Kann man auch ironisch sehen, so als früher Vogel …

    Ergo: Gern an anderer Stelle gleich mal thematisiert

  27. Jan sagt:

    Hallo Christoph Kappes, erst vor ein paar Tagen habe ich kurz über Ähnliches nachgedacht, als ich von Breitbart.de gehört habe. Ich teile Deine Einschätzung, dass rechtsaußen noch viel Raum für Professionalisierung in der Medienbranche ist und es deshalb gefährlich ist. Ein paar kleine Anmerkungen:

    1) Der Name ist großartig.

    2) Nehmt euch sehr sehr gute gegen Angriffe in Acht. Breitbart US wird ab Januar das Haus-Propaganda-Medium der Trump Administration und sitzt in Person Bannon auch direkt an der Macht. Rechtstaatlichkeit und Zurückhaltung beim Einsatz von offensiven Überwachungs- und Hackaktionen würde ich von dieser Regierung nicht erwarten. Alle Beteiligten sollten auch ihre privaten Accounts doppelt schützen und keine Angriffsflächen bieten.

    3) Ich stimme Ana ein bisschen zu, und Du hast es ja auch im Artikel schon anklingen lassen Christoph, dass es vielleicht gar nicht so sinnvoll ist, Schmalbart als eigenständige starke Plattform & Marke aufzubauen. Stattdessen sollte das primäre Ziel sein, gut auf Facebook sharebare Factchecks, Debunks, und Medienkompetenz-Mini-Einheiten zu basteln und zu verteilen – am besten in Grafik(-Text)-Form und kurzen Videos.

    4) Passt auf, dass ihr Breitbart mit dem Projekt nicht aus Versehen noch größer macht.

    5) Habt nicht zu hohe Erwartungen an einen direkten Erfolg. Media Matters vs. Fox, Bildblog vs. Bild usw. haben gezeigt, dass man mit solchen Projekten über lange Zeit ständig recht haben kann und trotzdem wenig zu erreichen scheint. Langfristig und indirekt ist der ständige Widerspruch aber trotzdem unendlich wichtig, um die Rechten in der Defensive zu halten.

    Ich wünsche Euch viel Erfolg!

    1. Christoph Kappes sagt:

      Danke, Jan. Du hast recht, dass es nicht einfach ist und auch unerwünschte Seiteneffekte und Gegeneffekte haben kann. Wir werden schrittweise vorangehen. Letztlich kann man aber nichts verlieren. Das Narrativ, dass die Gegner von Frau Petry an einer Wahl von Frau Petry Schuld sein werden, kaufe ich jedenfalls nicht.

  28. Iris sagt:

    Den Versuch ist es auf jeden Fall wert! Ich würde mich sehr gerne als Autorin beteiligen.

  29. swina sagt:

    Arroganz-Verbot:
    Polarisierung erzeugt zwar Reichweite, verstärkt aber eine weitere Spaltung der Gesellschaft. Schmalbart muss sich im Ton zügeln und Herablassung vermeiden: Wer intelligent ist, bezeichnet andere nicht als dumm, weil es zu nichts außer Streit führt. Wer seine Feinde nicht spiegeln will, bezeichnet sie nicht als „Abgehängt“, denn darin kommt das eigene Vornsein zum Ausdruck. Schmalbart muss sachlich bleiben, klar und unmißverständlich in der Wortwahl – ohne Herablassung.
    Relevanz:
    Der Inhalt muss nach Relevanz für alle gewichtet sein. Antisemitismus, Legitimisierung sogenannter „Bürgerwehren“, Aufstachelung gegen Minderheiten sind die soziale Bomben, dagegen sind „Blackfacing“-Vorwürfe in unserem Kulturkreis nur ein Knallfrosch, geworfen in einem Oberseminar. Der Verlockung, mit Besserwissen einen Quick Win einzustreichen, ist zu widerstehen. Schmalbart muss im Normalfall genau die Themen behandeln, die bei Breitbart gerade Resonanz erzeugen.

    oh man, wie ich das bei den „mainstreamern“ – von spon bis tagesthemen – vermisse!

    ganz ohne re-aktion auf andere medien. als selbstständig themen-aufgreifende akteure. informativ, diskussionsanregend, respektvoll – und ggf.humorvoll.

    nun denn – wieder (wie niggi & bildblog) etwas re-agierendes. aber immerhin.
    gutes konzept. würde mir dazu auch gute leute und nicht nur gut-meinende wünschen.

    was wünscht man?
    gutes team & spaß beim schreiben! so als anfang …
    dazu relevanz.

  30. Michael sagt:

    Grade lobende Erwähnung von @niggi in Kommentar auf @radioeins um 16:40 Uhr
    gehört #Schmalbart – die Hauptstadtregion ist also informiert 😉

  31. „DEMOKRATIE –
    die bunte Freiheit,
    mit gleichen, klar geordneten Spiel-Regeln
    für Alle!“ Milena Büchner

    Wir sollten neben aller Kritik an bestehenden Unrechts-Verhältnissen
    unsere humanistische HALTUNG verständlich formulieren,
    nämlich gemeinsam die Demokratie ernsthaft b e f ü r w o r t e n !
    So kann eine lebendige Basis auch global entstehen.

    Marianne Bäumler

    1. Christoph Kappes sagt:

      Sie werden bis in die Extremitäten des politischen Spektrums kaum jemanden finden, der nicht die Demokratie befürwortet. Die Forderung ist also sinnlos, weil sie erfüllt ist.
      Eher wird man fragen müssen: wo und wie kann mehr Demokratie sein? Die Kritik von Rechtsaussen (und vieler Schweigender) ist ja gerade, dass über die weiteichendsten Entscheidungen keine Volksbefragungen stattfinden: Europa, Finanzkrise, Flüchtlingspolitik. Ist es da mit dem Hinweis getan, das habe mittelbar über Parteien zur Abstimmung gestanden? Und war das tatsächlich zum Zeitpunkt der Bürgerwahl Gegenstand der Abstimmung? Sie sehen, ganz so einfach ist das alles nicht. Das meine ich mit „ernsthaft“: man muss fragen, was ist dran an der Kritik und wie könnte es besser sein. Dabei gibt es viele Wege, die nach Rom führen.

  32. Monk sagt:

    Eine schöne Idee. Aber untauglich.
    Kopp, Breitbart, Tichy & Co. setzen 1. Gerüchte in die Welt und wiederholen sie ständig. Abstruse Gerüchte bringen Leser, durch Wiederholung werden sie wahr. 2. Sie diffamieren stets auf persönlicher Ebene. Der Gegner wird lächerlich gemacht. 3. Sie erzeugen Unsicherheit und Empörung: Glauben die wirklich, die kommen damit durch? Bei uns nicht!

    Udo Ulfkotte: Schlägt er seine Frau?
    Frauke Petry: Warum mein Freund für Sex bezahlen muss
    Kita Heil: So will die AfD Dein Kind erziehen
    Neu bei Kopp: Was die Bibel zur GEZ sagt
    und als beliebte Dauer-Kolumne:
    Abgrund für Deutschland – Wie die AfD unser Land ruiniert

    Im Artikel dann kurz mal eine Behauptung aufgestellt oder aus irgendwas geschlussfolgert. Dann ewig lang darüber spekuliert, was denn wäre, wenn es wahr wäre. Was da rechtlich und praktisch möglich ist, hat die Yellowpress ausführlich ausgelotet.

    Das alles dann in vielen Varianten möglichst oft und breit raushämmern. Unschuldig von irgendwelchen, eigens dafür aufgesetzten Webseiten verlinken. Viele möglichst hämische Kommentare dazu packen.

    Breitbart macht genau das und noch eine Nummer härter als unsere Klein-Nazis.
    http://www.vox.com/2016/8/24/12552602/breitbart-trump-explained

    Die Frage ist nur: Wer will so einen Müll schreiben?
    Vielleicht muss man das als technisch-sportliche Herausforderung sehen, wenigstens bis zur Wahl mit den Mitteln des Webs automatisiert möglichst viele Recht(s)gläubige zu verunsichern.

    Alles andere ist, fürchte ich, zu gutmenschlich, diskursorientiert und anständig gedacht.

    1. skwm sagt:

      Ich verstehe dein Problem – nur sind nicht alle, die AfD etc wählen von vorneherein rechtsextrem/auländerfeindlich/nationalistisch etc. eingestellt. Ein Soziologieprofessor hat sich mal PEGIDA Demonstranten angesehen und geschätzt, dass 15%-20% rechtsextrem sind – der Rest wollte protestieren gegen reale oder gefühlte Ungerechtigkeiten oder wegen eigener Unsicherheit, wie es weiter geht mit unserem Land. Diese Leute gilt es zu erreichen.
      Und die reagieren, denke ich, noch auf (Gegen-)Argumente.
      „http://www.politikversagen.net/“ zeigt die einseitige Darstellung – hier sollte es Gegendarstellungen geben.
      Ach ja – mögliche Fehlentwicklungen sollte man nicht kleinreden …

  33. Immerhin, besser Schmalbart als Vollbart. Letztlich just another halbgare Gutdünkelei betroffenheitsfanatisierter Schmalbandintellektueller.

    An der Oberfläche lässt’s sich nun mal am besten reiben.
    Eines Missstandes Ursache tief anzugehen, statt aktivistischer Symptombekämpfung – offenbar für 98% zu schwer zu verstehen.

    Ein IQ-Test könnte dem Gros digitaler Nachwuchstintenkleckser schnelloffenbaren, dass gut gemeinte Emsigkeit die im relativen Intelligenzmangel (<130) begründete mangelhafte Urteilskraft einseitig übertünchen, aber nicht kompensieren kann.

    Have fun. Nicht vergessen, neben anderen Schmalhanseln, Kampfgenosse Don Quijote, zum Autor h.c. zu ernennen.

    1. Christoph Kappes sagt:

      Ich wüsste nicht, wodurch ich betroffen sein sollte. Mir geht´s gut und mich greift auch keiner an.

  34. dot tilde dot sagt:

    trevor noah über die aufgaben des journalismus nach trump2016: https://www.youtube.com/watch?v=9P1IVQJdVvE

    unterhaltsam zu schauen und relativ dicht dran.

    alles gute für das projekt!

    .~.

  35. Dalek Caan sagt:

    …apropos Lektorat: ihr meint doch sicher: „Konflikte DEeskalieren“, oder?

    1. drikkes sagt:

      Ist mir auch aufgefallen. BLOSS NICHT! Ich bewerbe mich hiermit um den Posten als CIAO, Chief International Alarmismus Officer. Und wenn ich den Job nicht bekommen, DANN WERDEN WIR ALLE STERBEN!

  36. Ich wäre auch gerne schreibend dabei. Wie weit das dann sinnvoll ist – bei all den Profi-Meldungen -, mußt Du entscheiden, Christoph. Erstmal sammeln, dann sortieren…

    Bin im Blog gezielt unpolitisch unterwegs, habe aber wenig Denk- oder Wortfindungs-Probleme. Gute Vernetzung, vor allem regional, ist ebenfalls vorhanden. Gehöre in die Altersgruppe 50plus, die sollte von einem Schmalbart natürlich auch gesehen werden. (Meine Vita wäre dann hier: http://ronnenberg-design.de/ronnenberg/ und hier nochmal anders https://ichtuwasichkann.de/bloggerin/.)

    Tolle Konzeption! Sehr motivierend.

  37. Heinrich Seeger sagt:

    Ich mache gern mit. (Wann) soll es ein Kick-off-Treffen geben? BG, H

    1. Christoph Kappes sagt:

      melde mich, lieber H.

  38. Tolles Konzept. Da bin ich auch sehr gerne schmalbärtig dabei!

  39. Danke für die Einladung! Ich kann die Idee erst mal nur verfolgen, könnte aber einen kleinen Teil dazu beitragen, für UnterstützerInnen zu werben. Fände es gut, das Projekt, wenn es läuft, in Schulen zu bringen – würde das gerne aktiv vorantreiben, wenn es so weit ist.

  40. Ich wäre auch gern dabei – am liebsten mit Videoformaten!

    1. Meiner Meinung nach muss das Ding übrigens unbedingt „Rasiert“ heißen…

      1. Christoph Kappes sagt:

        Ja, wir haben das schon auf einer Vorschlagsliste, danke!

  41. skwm sagt:

    Die Idee finde ich gut. Nur sollte dabei nicht nur auf Breitbart geachtet werden. Populistische Äußerungen deutscher Politiker gibt’s genug, auf die man mit einer kurzen („snackable“) Replik antworten kann. Seiten mit Argumenten, die populistische Behauptungen widerlegen („Fact-checking“), gibt es nämlich keine. Oder kennt jemand eine?
    Eines von vielen möglichen Beispielen:
    Aussage: „Einwanderung in Sozialsysteme – Wir werden geplündert!“. Stimmt das? 440000 EU-Ausländer beziehen Unterstützung. Allerdings leben hier 3,6 Mio. EU-Ausländer, von denen die Mehrheit einzahlt.Will man auf die verzichten? (Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW): „Demnach zahlte 2012 jeder in Deutschland lebende Ausländer durchschnittlich 3300 Euro mehr Steuern und Sozialabgaben als er an staatlichen Leistungen erhielt.“).
    Man muss nicht unbedingt „Müll“ schreiben, wie Monk meinte.
    Ich wäre dabei bei einer „Myth-Buster-Seite“. So etwas ist dringend nötig. Denn wie schon angemerkt – blos weil jemand AfD wählen würde, muss man ihn nicht als rechtsextrem abstempeln und als Argumenten unzugänglich ansehen. Man muss sich halt ernsthaft mit seinen Befürchtungen und Ängsten auseinandersetzen.

    1. Peter L sagt:

      „Aussage: „Einwanderung in Sozialsysteme – Wir werden geplündert!“. Stimmt das? 440000 EU-Ausländer beziehen Unterstützung. Allerdings leben hier 3,6 Mio. EU-Ausländer, von denen die Mehrheit einzahlt.Will man auf die verzichten? (Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW): „Demnach zahlte 2012 jeder in Deutschland lebende Ausländer durchschnittlich 3300 Euro mehr Steuern und Sozialabgaben als er an staatlichen Leistungen erhielt.“).“

      wäre ich solchen ansichten zugetan, würde mich das beispiel nicht überzeugen. denn ich würde natürlich auf die 440000 verzichten wollen, und die anderen gerne nehmen.

      ich kann mir aber auch nicht vorstellen, dass das hier so eine dermassen platte angelegenheit wird.

  42. Sin sagt:

    Super Projekt. Mangels Qualifikation werde ich wohl nichts dazu beitragen können, aber ich werde es auf jeden Fall im Auge behalten.

  43. Breitbart ist eine Nachrichtenagentur, die sich vor allem mit den Fluechtlingen an der mexikanischen Grenze, Islam und anderen rechten Themen befasst. Was Breitbart macht, treiben andere Medien wie etwa World Net Daily (WND.com) seit Jahren und noch schaerfer. Das britische Breitbart Buero scheint mir hauptsaechlich (negative) Islam Nachrichten aus Britannien zu liefern. So denke ich, dass auch ein deutsches Buero vor allem Islam-Nachrichten und Fluechtlings-Stories fuer den amerikanischen Dienst liefern wuerde. Dass Breitbart einen umfangreichen deutschsprachigen Dienst einrichten wird, bezweifle ich., Man muss sich fragen, ob ein Breitbart-Watch dem Dienst nicht zuviel Ehre erweisen wuerde. Wenn, dann muesste er auf englisch geschrieben sein und stringers vor Ort haben, die Breitbarts Themen recherchieren und richtigstellen. Eine grosse und teure Aufgabe!.

  44. CST sagt:

    @skwm Nein, es scheint keine Fact-checking Seite für die entsprechenden Medien zu geben. Das, was der Idee noch am nächsten kommt, ist mimikama.at und FPÖwatch – beides aus Österreich.
    Von daher: es kann nur die eine geben!

  45. Jurek Assisi sagt:

    „Das Kraftwerk Individuum.

    Jedes ICH auf Erden befindet sich in der Mitte von Raum und Zeit.“

    Milena Büchner

    1. Christoph Kappes sagt:

      Ja, aber eben aus der Sicht des Individuums. Frau Büchner zum Beispiel ist aus Sicht meines ICHs ja irgendwoanders.

  46. Oliver Baer sagt:

    Zusammenarbeit kann ich mir gut vorstellen. Siehe http://www.baerentatze.de

  47. Mario sagt:

    Hallo Christoph,

    ich persönlich bin leider nicht mit dem besten Schreibkönnen gesegnet worden, ich würde mich aber sehr gerne anbieten, Videoformate zu produzieren. Ich betreibe derzeit einen (noch) kleinen Youtube-Channel und habe so bereits etwas Erfahrung, was Video-Editing betrifft.

  48. lothar sagt:

    ich würde gern mitmachen und bin gespannt wie sich das hier entwickelt. mit einer gruppe mehr oder weniger bekannter überlege ich auch gerade, aktiv zu werden. mit ganz ähnlichen ansätzen. und bevor es nachher diverse kleinstprojekte unter der wahrnehnmungsschwelle gibt, wäre es vielleicht gut, gemeinsam etwas großes aufzubauen. ich bin werbetexter (leider vollzeitangestellt) und kann fotografieren.

    zum namen: bei schmalbart, denke ich 1. auch spontan an hitler. davon abgesehen zieht der name 2. schon eine front. wenn man der diskussionsstrategie folgen möchte, dass zuerst eine gemeinsamkeit zu finden ist, um zu überzeugen, wäre man mit schmalbart (oder anderen spielarten der 180°-idee) schon in einer sackgasse. ich würde einen bezug zu breitbart vermeiden.

    muss man breitbart denn überhaupt thematisieren? kann man deren themen nicht einfach aufgreifen und auf die eigene weise behandeln. die beiträge kann man ja auch ohne breitbartnennung an den richtigen stellen promoten. (kurzer ausflug in den verbotenen klugscheißermodus: alexander v. humboldt hat in „kosmos“ eine naturwissenschaftliche weltsicht als gegenentwurf zur kirchlichen lehre verfasst – ohne ein einziges mal das wort „gott“ zu benutzen. nicht das ich es gelesen hätte.)

    ich schätze, das ganze soll niveau haben. aber wäre es nicht vielleicht einen versuch wert, mit den methoden der bild vernünftigen botschaften zu senden? eine bild in gut. hat das mal jemand versucht?

    ach, und aporopos bild:
    „Diese Kombination von Turbo-Boulevard mit politischer Agenda und bekannter Marke gibt es in Deutschland bisher nicht.“

    sicher?

    1. Christoph Kappes sagt:

      Das ist sehr gut, dass Sie bei Schmalbart spontan an Hitler denken.
      Schmalbart ist aber nur ein „Arbeitstitel“. Wir wären dumm, wenn es anders wäre.
      Machen Sie gern mit!

      1. mort76 sagt:

        …schön zu hören- bei „Schmalbart“ denke ich nicht an Hitler, sondern an „Schmalspur“ etc…wenn schon, dann sollte der Name nicht direkt schon „Kleinheit“ oder eine „Schmalspurausgabe des Originals“ suggerieren…da findet sich doch sicher noch eine packendere Wortspielerei- dreisterweise könnte man sich auch „Weitbart“ nennen…oder „Streitbart“.

  49. Carola sagt:

    Hallo Christoph,
    das hört sich nach einem sehr notwendigen und spannenden Projekt an. Als Dokumentarfilmerin, Social Media Managerin wie auch als EU Fundraiserin könnte ich da sicher einiges zu beitragen. Hier mal meine Website http://www.carolahesse.de Sag Bescheid wann wir mal näher darüber sprechen können. LG

  50. Johanne sagt:

    Ein sehr interessantes Projekt, bei dem ich mich auch gern als Autorin einbringen würde. Ich arbeite im wissenschaftlichen Bereich (Politische Soziologie), schreibe aber auch gelegentlich für zenithonline.org, um meinen Kopf aus dem Elfenbeinturm zu hängen, und um etwas auf Deutsch aufs Papier zu bringen – ich lebe und arbeite im Ausland. Mit diesem Blick von außen habe ich mich oft über die Berichterstattung in Deutschland aufgeregt, zum Beispiel im Hinblick auf die Eurokrise… aber was hilft es, sich allein im Kämmerlein zu grämen? Man muss etwas tun! So… count me in.

  51. Heinrich Seeger sagt:

    snopes.com gibt Breitbart in den USA schon ganz gut Saures.

  52. Mathilde sagt:

    Ich habe mir die vergangenen beiden Tage die Website mal ein wenig näher angesehen. Ohne schon eine fundiert recherchierte Meinung zu haben, meine ich auch, dass wir alle wachsam und aktiv sein müssen.
    Im übrigen erscheint mir wie schon den Kommentatoren vor mir der Arbeitstitel auf Dauer nicht ganz glücklich gewählt. Meine erste Assoziation war leider auch Schmalspur, was dann mit dem Watchblog in Verbindung gebracht werden würde und weniger mit der Ursprungs-Site. Breit-Wächter, Breitbart-Faktenchecker, Breit-Prüfer? – Die ersten Ergebnisse meines Minis Brainstormings sind vielleicht ein Anstoß für alle weiter nachzudenken.
    Unabhängig vom endgültigen Titel bin ich bereit regelmäßig (1-2 x im Monat) als Autorin mitzuarbeiten, ggfs. auch in der Redaktion planerisch, koordinierend tätig zu werden. (Beides sollte ich als ausgebildete Journalistin hinbekommen:-)

  53. Jan sagt:

    Hier noch ein wenig food for thought zum Thema: Warum Factchecks alleine nicht so viel bringen wie man denkt – es handelt sich (hier am Beispiel Trump) oft um Aussagen zu Wertepräferenzen und nicht um rational empirische Aussagen. Welche Konsequenzen für die Gegenmaßnahmen daraus zu ziehen wären weiß ich allerdings auf Anhieb auch nicht.

    http://www.slate.com/articles/news_and_politics/politics/2016/11/the_truth_about_donald_trump_s_lies.html

  54. Sehe gerade: Er verkauft nicht. (Hatte dummerweise zuerst auf denic geschaut.)

    1. mort76 sagt:

      …vielleicht ändert er ja seine Meinung, wenn er merkt, WER da in Zukunft irrtümlich und massenhaft auf seiner Domain aufschlagen wird- es würden sich sicher auch genug Leute finden lassen, die für eine Ablöse spenden würden. Ansonsten nehme ich die Domain einfach mal in meine „automatisch auf MICH registrieren, sobald die Domain frei wird“-Liste bei meinem Hoster auf, vielleicht habe ich da ja Glück…

  55. Ups, meinen vorigen Post hatte es verschluckt. Die Rede ist von XXXXX (auf Wunsch des Namensinhabers entfernt, CK) , dem die .de-Domain gehört.

  56. Kreativ, was in Österreich (!) gelaufen ist: Die Domain breitbart.at haben sich LGBT-Aktivisten gesichert für eine Weiterleitung auf http://www.ehe-gleich.at

  57. Finde das Projekt toll, nur durch Gegenrede und Aufzeigen von Fehlern lassen sich solche Medien bändigen. Wäre gerne dabei. Factchecking und Recherche mache ich eh jeden Tag.

  58. Danke für die Initiative. Stimme dem Befund zu und würde gerne helfen, Breitbart & Co. etwas entgegenzusetzen (als Autor und bei Bedarf auch organisatorisch). Frage mich nur, ob ein alleiniger Fokus auf Breitbart sinnvoll ist. Spontan fände ich einen breiteren Ansatz besser.

  59. gickelfritz sagt:

    „Wenn Schmalbart in eine Schublade gesteckt wird, verliert Schmalbart Reichweite.“

    So bedenkenswert ich insgesamt die Idee finde, ich würde mich nicht beteiligen. Warum? Genau das, was – siehe Zitat – im Konzept zu Recht angemahnt wird, liefert das Konzept trotz des vielversprechenden differenzierenden Einstiegs in seinem gesamten Ansatz leider selbst: Konzentration auf nur eine Seite von Menschen- und Gruppenverachtung, Diskriminierung, Radikalismus und Extremismus, Ideologien usw. Ich denke, solange das links-rechts-Schema hier leitend ist und „links“ glaubt, der Hort der Wahrheit und Menschenliebe zu sein, werdet Ihr nicht in eine Schublade gesteckt sondern habt Euch schon selbst hineinbegeben und kommt so auch nicht mehr raus. Das wäre schade.

    Viel produktiver und Nachdenklichkeit wie Gespräche fördernder wäre möglicherweise „Pro“ statt „Kontra“ zu zeigen und zu diskutieren. Nicht, was wollen wir nicht, sondern was wollen die, die hier schreiben, und wie ist es zu erreichen bzw. was gibt es an erfreulichen, menschenfreundlichen und im ethischen Sinne guten Erfahrungen, Projekten, Ideen und Beispielen. Darüber gut und dauerhaft zu berichten ist eine echte Lücke in der Medienlandschaft. Und so etwas zu berichten macht es meist auch deutlich schwerer, in den inzwischen üblichen besserwisserischen Tonfall zu fallen, der ja im Konzept als zu vermeiden benannt wird. Das würde ja den Inhalt konterkarieren. Aber das würde dann weit über eine Breitbartwatch-Aktion hinausgehen müssen.

    1. DeSoto sagt:

      Sind auch meine Gedanken. Ich finde das Projekt interessant, aber mein erster Gedanke war auch: wieso immer nur gegen etwas? Wieso von anderen die Richtung vorgeben lassen und nicht selbst die Richtung vorgeben.
      Beruflich habe ich viel mit Texten zu tun, muss regelmäßig Texte schreiben. Inwieweit es möglich ist, sich in so einem Projekt zu engagieren, vermag ich noch nicht zu sagen bzw. Einzuschätzen. Ich habe Interesse und verfolge gespannt, was draus wird und bin auch bereit, mein Interesse zu bekunden, mich zu engagieren. Es gibt sie ja die mutmachenden, guten Projekte. Sie haben nur zu wenig Öffentlichkeit. Also warum kein Kampf für etwas statt eines Kampfes gegen etwas, den andere wahrscheinlich viel besser können.

  60. Paul sagt:

    Gute Sache. Auch wenn der Kampf gegen die Dummheit einer gegen Windmühlenflügel ist, er muss ausgefochten werden. Aber das macht mich krank. Viel Erfolg!

  61. Burkhard Gößmann sagt:

    Liebe Leser und Europäer,
    Für mich sind unsere Demokratie, das Grundgesetzt, die Werte in Europa und Deutschland, die die meisten von uns teilen, sowie das europäische Haus von Robert Schumann sehr wichtig und ich möchte diese für uns fast schon selbstverständlichen Errungenschaften um jeden Preis verteidigen gegen Brexit, LePen, Putin und Trump. Nur so können wir wieder den Fokus auf die grossen Challenges wie Klimawandel, Armut und Hunger und Kriegsverhinderung / Friedenspolitik und Umweltsachutz legen. Ich unterstütze Schmalbart daher sehr gerne und wünsche der Idee und dem Projekt allen Erfolg,
    Viele Grüße,
    Burkhard Gößmann

  62. Christoph Witte sagt:

    Hi Christoph, eine gute Idee, ich bin gern als Autor dabei. Schöne Grüße Christoph Witte

  63. Carsten Rossi sagt:

    Gute Initiative, richtige Richtung. Bin für einen Start schon mal dabei, sag was Du brauchst. Ein paar Ressourcen sind sicher da. Wichtig wäre aus meiner Sicht allerdings, eine sehr schlüssige Content Strategie, perfektes Content Marketing, gute Promotion, gute Steuerung und Prozesse – also das volle Profi-Programm. Wenn wir das als Hobby spielen, verlieren wir.

    Danke für die Initiative!

  64. Die Aktion #KeinGeldFürRechts, die sich gegen Breitbart richtet, hat zu massiv bedrohlichen Reaktionen aus dem rechten Lager gegen den Akteur geführt …
    http://www.stern.de/kultur/gerald-hensel-ueber-rechte-hetze-und–keingeldfuerrechts-7240754.html
    Wie könnte dem Betroffenen Unterstützung gegeben werden? Ich z.B.bewege mich zwar u.a. auch auf Facebook, doch wähle ich meine Freunde sehr bewusst aus, schließe Rassisten usw. aus. Ich erreiche also nur Menschen annähernd gleicher Meinung. Der Stern-Artikel wurde heute von einem Kontakt mit diesen Zeilen von Gerald Hensel an seine FB-Freunde geteilt:

    Dass uns Technologie irgendwann gefährlich werden könnte, vermuteten wir schon lange. Ironischerweise glaubten wir, dass staatliche Überwachung unser großes Problem wird. Ich persönlich glaube, dass unsere Gefahr durch etwas ganz anderes kommt – und wir stecken mittendrin. Was ich in den letzten acht Tagen erlebt habe, ist eine vollkommen postfaktische Welt, in der Menschen „ich mach euch alle fertig!“, sagen und dann mit einer komplexen, multidimensionalen Manipulationskampagne gegen eine Privatperson auf allen Ebenen beginnen. Und nein, das hat nichts im Entferntesten mit Antisemitismus zu tun. Das ist schlicht und einfach zutiefst schlecht.

    Hätte ich nicht schon gestern meinen äußerst standfesten Arbeitgeber gebeten, mich aus meinem Vertrag zu entlassen, würde ich es heute tun, nachdem die letzte Stufe dieser Hetzjagd gezündet hat. Gleich, was die Trolle daraus machen: Aber ich habe in den letzten 8 Tagen erkannt, dass ich eine neue Aufgabe im Leben habe. Ich will mit meinem bisherigen Wissen und all dem, was ich in dieser Woche gelernt habe, für eine Gesellschaft arbeiten, die hoffentlich irgendwann wieder eine Zivilgesellschaft wird.

    Wir alle wissen, dass wir auf etwas ganz Schreckliches zulaufen. Und wenn du persönlich das ekelhaft fandest, was letzte Woche geschehen ist, dann kann ich nur eines sagen: Diese manipulativen Knoten treiben uns vor sich her. Guckt, wohin diese Welt gekommen ist und denkt sehr gut nach.
    Wie lange genau will sich die so genannte schweigende Mehrheit das alles noch gefallen lassen?

    Wo wir gerade dabei sind: Schweigen werde ich jetzt auch mal für eine kurze Zeit. Aber echt nur kurz. Versprochen.

    Und jetzt: Teilt diesen Fall. Lasst die Menschen sehen, wer diese Leute sind.

    1. Christoph Kappes sagt:

      Wer sagt, „Wir laufen auf etwas ganz Schreckliches zu“, kann in die Zukunft sehen.

  65. Carsten Passin sagt:

    Sehr geehrter Herr Kappes
    Vor einigen Tagen, ich glaube am 12.12., schickte ich Ihnen an dieser Stelle einen Kommentar zu Ihrem Schmalbart-Vorhaben. Inzwischen hatten Sie offenbar Zeit, spätere Kommentare frei zu schalten und ich nehme an, Sie gehen chronologisch vor. Ich spekuliere ungern über Gründe und Motive anderer und frage Sie daher lieber selbst, warum mein Kommentar nicht veröffentlicht wurde. Mir würde eine persönliche Antwort genügen, Sie können Frage und Antwort nebst Kommentar aber auch gern veröffentlichen.
    MfG C.Passin

    1. Christoph Kappes sagt:

      ist untergegangen, nun freigeschaltet, sorry.

  66. freddy dutz sagt:

    Danke für Ihr Engagement für einen guten, demokratischen und freiheitlichen Journalismus. In Hamburg lebend und arbeitend unterstütze ich gerne und bringe internationale Gesichtspunkte mit.

  67. Nini sagt:

    Zunächst: Ja. Die Stimme erheben, gerne in einem vielstimmigen Chor, ist gut.
    Ja, plakativen propagandistischen, verleumderischen, verletzenden (…) verantwortungslosen Einfachheiten- Verbreitern etwas entgegenzusetzen, ist gut.
    Ja, Entlarven, Aufdecken, Klären, ohne zu offensichtlich zu belehren und herabzusetzen, ist gut, denke ich.
    Bedenken solltet ihr vielleicht noch, dass ihr die eingefleischten Gläubigen nichts verkaufen könnt, aber das wsst ihr wohl bereits.
    Dass bloßes Reagieren auf vorgebene Themen und Schlagzeilen euch schwächen, hoffentlich auch.
    Ihr solltet vielmehr daran arbeiten, das Spielfeld selbst zu definieren, genug Stimmen zu finden, um du anderen zum Reagieren zu zwingen, der schweigenden aber hoffentlich noch denkenden Mehrheit ein Wirgefühl zu geben und damit das Schwarmverhalten der manipulierbaren Menge in die andere Richtung zu lenken 😈.
    Viel Erfolg, gerne verfolge ich das Projekt weiter…

  68. Verheißungsvolles Projekt. Crowdfunding könnte gehen.
    Beteilige mich gern mit regelmäßigem monatlichen Beitrag.

    1. Christoph Kappes sagt:

      Danke! Einen Link dafür finden Sie inzwischen bei schmalbart.de!

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