09.01.2013

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Software-Engineering als Muster für Journalismus der Zukunft

Ich experimentiere gerade mit Audio und habe mir dazu heute ein Thema vorgeknöpft, dass mir schon ein paar Tage durch den Kopf geht. Aufhänger ist die in den letzten Wochen mehrfach diskutierte Frage, ob Journalisten programmieren können sollten, hierzu gibt es eine kurze Bewertung mit einem Ausflug ins Thema Datenjournalismus für blutige Nichtwisser. Der eigentliche Kern ist dann im zweiten Teil: Was kann man als Angehöriger eines informationsverarbeitenden Berufes von der Software-Branche lernen, genauer ihrem Engineering-Prozess. Und das sind immerhin schon nach kurzem Nachdenken vier Aspekte: Arbeiten in verteilten Teams, Ergebnisse als Prozess (statt der Publikation allein), die Rolle von Quellcode (=Quellen) und Fehlerkultur,

Gutes Hören!

Und Anmerkungen gern hier im Blog.

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2 Komentare zu
“Software-Engineering als Muster für Journalismus der Zukunft”

  1. Enno sagt:

    Jetzt noch einen Feedlink, damit ich deine Experimente als Podcast abonnieren kann. Das wärs.

  2. Addliss sagt:

    Ich habe auch bei Soundcloud zweimal kommentiert, nur einmal wurde veröffentlicht, komisch. Aber hier nochmal zur Absicherung:

    Interessante Idee, Journalismus einfach über übergeordnete Themen zu organisieren. Das Problem ist, dass wir (mindestens: noch) einen Journalismus haben, der dafür speziell dient, Nachrichten (also: Irritation) zu produzieren. Irritation vergleiche ich hier einmal mit dem Nachrichtenbegriff in der Informationstheorie: Etwas Neues, etwas Außergewöhnliches, das Gegenteil von Redundanz eben. Natürlich gibt es übergeordnete Themen, aber diese sind nur dann relevant, wenn man sich um Abstrahierung bemüht. Die einzelne Nachricht ist tagesaktuell auch relevant in ihrer Form – kurzfristig. Doch du hast Recht, dass man quasi „Dauerdossiers“ anlegen könnte, in die etwas dann standardmäßig eingepflegt wird. Hin und wieder bekommen die großen Nachritenseiten das auch hin, wenn ich z.B. an die Visualisierung des arabischen Frühlings im Guardian (glaube ich) denke oder an andere größere Themen, die in der FAZ oder dem Spiegel eigene Rubriken bekommen haben. Ganz so weit entfernt scheint man davon also schon nicht mehr zu sein.

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